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Bürgergespräche

Bürgergespräch in der AU

Neues aus dem Schwimmbad beim Bürgergespräch der SPD im Gasthaus „Zum Aubräu“ – Auch der Hochwasserschutz war wichtiges Thema

„Unser Erlebnis-Warmbad ist eine der wichtigsten Freizeiteinrichtungen in Traunstein“, das sagte Schwimmbadreferent Konrad Obermaier beim Bürgergespräch der Traunsteiner SPD im Gasthof „Zum Aubräu“. Seit zwei Jahren sei der neue Eingangsbereich mit dem barrierefreie Umkleide- und Sanitärbereich jetzt in Betrieb. Eine Besonderheit in Traunstein seien die Saison- es nirgends in der näheren Umgebung, erklärte Obermaier. Drei Bäume seien heuer nachgepflanzt worden, um mehr Schatten auf der Liegewiese zu haben. Auch am Kinderplanschbecken wünschten sich Eltern mehr Schatten. Deshalb sei ein größerer Sonnenschirm dort aufgestellt worden, ein zweiter solle noch hinzukommen, sagte der Referent zu. Sein Vorgänger Helmut Köppl ergänzte, dass der Aufenthaltsraum über dem Technikraum sowohl von der DLRG genutzt werde als auch von der Schwimmabteilung des TVT.
Doch es gibt bereits wieder neue Pläne. Wichtig wäre ein Beobachtungsturm, von dem aus der Schwimmmeister beide Becken überblicken könne und in dem er vor dem Lärm und der Hitze besser geschützt sei. Auch seien weitere Ergänzungen im Technikbereich geplant, berichtete Obermaier, ebenso eine Neugestaltung der Außenanlagen mit Zufahrt und Stellplätzen. Christian Mayer, Vorsitzender des Arbeitskreises Kommunalpolitik, regte an, den Auslauf der Rutsche zu überprüfen – es sei da nicht ganz ungefährlich, wo die Kinder ins Wasser eintauchen. Der Schwimmbadreferent kündigte an, dass die Generalsanierung der Wasserrutsche demnächst anstehe, sei doch die Rutsche die größte Attraktion im Schwimmbad und der Rutschwettbewerb ein Höhepunkt im Sommer. Im Übrigen sei die Badesaison zum Glück unfallfrei verlaufen und die Zahl der Badegäste wieder angestiegen, weil im August schließlich doch noch der Sommer zurückgekehrt sei.















Hochwasserschutz
Die Traun ist ein typischer Gebirgsfluss mit hoher Fließgeschwindigkeit und stark wechselnder Wasserführung – das Wasser steigt sehr schnell an, das kennen wir von allen bisherigen Hochwasser-Ereignissen“, so beschrieb Stadtrat Sepp Hinterschnaiter die Lage vor Ort. Hochwasserschutz sei daher unumgänglich. In Traunstein habe Oberbürgermeister Fritz Stahl mit dem Wasserwirtschaftsamt Ende der neunziger Jahre mit den ersten Schutzmaßnahmen begonnen, die nach und nach vom Viadukt bis zur Heilig-Geist-Brücke reichten. Dadurch war die Untere Stadt beim Hochwasser vom August 2002 bereits vor Überflutung geschützt. 2006 die nächste Überflutung – diesmal durch den Röthelbach. Schwimmbad und die Siedlung am Schwimmbad wurden überschwemmt. Der Röthelbach bekam ein neues Bett und läuft jetzt geradeaus durch den Auwald in die Traun, wo ein Dammbalkenverschluss verhindert, dass Traunhochwasser in den Röthelbach zurückströmt, eine Mauer schützt Tenniscenter und Daxerau.
Die derzeitigen gewaltigen Baumaßnahmen sollen den Hochwasserschutz Süd von Seiboldsdorf bis zur Haferlbrücke vervollständigen, berichtete Hinterschnaiter. Die Tieferlegung der Traun durch Sohlrampen und die Neugestaltung des Ufers werde bis zum Frühjahr abgeschlossen sein, die gesamte Baumaßnahme voraussichtlich bis nächsten Sommer. Bis dahin solle auch die neue Mühlbachbrücke fertig sein. Horst Brandner als Anlieger lobte die geplante Ausführung mit der überhöhten Bogenform, die wie die beiden Traunbrücken auch architektonisch sehr gelungen sei. Weiter geht es mit dem Hochwasserschutz für die Kläranlage, die erst kürzlich vom Stadtrat beschlossen worden sei. Abzuwarten bleibe noch die endgültige Ausführung des Hochwasserschutzes für den ESV-Platz und das neue Sportzentrum Empfing nach dem Ergebnis der Untersuchungen des Wasserwirtschaftsamts. Ernst Auer wollte wissen, ob es schon Planungen für Kaltenbach gebe. Das sei der nächste Schritt, erklärte Hinterschnaiter, einen Zeitplan gebe es derzeit noch nicht.
Als eine große Aufgabe bezeichnete es Ortsvorsitzender Christian Kegel, Traunstein vor Hochwasser zu schützen, und lobte die Initiative der Stadt und die gute Zusammenarbeit mit dem Staatlichen Bauamt. Als Beispiel erwähnte er, dass 2002 der Traundamm von der Heilig-Geist-Brücke bis zum Sparzer Steg gefährlich aufgeweicht war und gerade noch gehalten werden konnte. Im gleichen Jahr noch wurde die Spundwand fertiggestellt, welche die Anlieger jetzt schützt. Abschließend betonte Sepp Hinterschnaiter:“Hochwasserschutz ist eine soziale Verpflichtung zum Schutz von Leben und Hab und Gut der Bürger“.



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Bürgergespräch Haslach

SPD-Bürgergespräch in Haslach: Traunstein ist familienfreundlich
Kinderbetreuung, Ganztagsschule und Verkehrsfragen waren die Themen

„In Traunstein haben wir ein vielfältiges Angebot für Eltern, ihre Kinder betreuen zu lassen“, das erklärte Ingrid Bödeker, die Fraktionsvorsitzende der SPD im Traunsteiner Stadtrat, beim Bürgergespräch im Gasthaus „Alpenrose“ in Haslach. Viele Frauen schafften es nur schwer, Beruf und Familie miteinander zu vereinbaren. Besonders alleinerziehende Mütter und Väter seien darauf angewiesen, ihre Kinder gut betreut zu wissen, während sie arbeiten. Auch verzichteten manchmal gut ausgebildete junge Frauen auf Kinder, wenn sie keine Möglichkeit der Betreuung haben.
In Traunstein sei schon seit Jahren familienfreundliche Politik gemacht worden, unterstrich die Stadträtin. Für alle Kinder zwischen drei und sechs Jahren seien Kindergartenplätze vorhanden: in zwei städtischen Kindergärten, davon einer im Ortsteil Kammer, der auch eine integrative Gruppe hat, wo behinderte mit nichtbehinderten Kindern zusammen betreut werden, sowie in drei kirchlichen Kindergärten, welche die Stadt bei den Personalkosten bezuschusst und darüber hinaus auch noch beträchtliche freiwillige Zuschüsse gibt. Außerdem unterstütze die Stadt auch den Waldkindergarten und den Waldorfkindergarten.
Traunstein war lange Zeit die einzige Stadt im Landkreis, wo Betreuung für Kinder unter drei Jahren angeboten wurde, und zwar ganztags im Kinderheim St. Josef – für viele Mütter eine ganz wichtige Einrichtung, weil sie sonst nicht arbeiten könnten und von Hartz IV leben müssten. Das Angebot hat sich immer mehr ausgeweitet - zur Zeit werden 50 Kinder in vier Gruppen dort betreut. Außerdem gibt es noch private Kinderkrippen mit zusammen 56 Plätzen, aber der Bedarf werde immer größer, so Bödeker. Demnächst entstehen im städtischen Kindergarten noch 24 neue Krippenplätze, außerdem weitere 25 Ganztagsplätze für Kindergartenkinder. Damit habe Traunstein das bundesweit geforderten Ziel schon fast erreicht, bis 2013 für ein Drittel der Kinder unter drei Jahren Krippenplätze anzubieten.
„Aber was ist, wenn die Kinder in die Schule kommen?“ fragte die Stadträtin. Auch die Mittagsbetreuung habe inzwischen schon eine lange Tradition in Traunstein. Mittagsbetreuung bietet die Stadt Traunstein derzeit für insgesamt 130 Kinder in der Ludwig-Thoma-Grundschule und in Haslach an. Die Kosten tragen die Stadt und die Eltern, der Freistaat gibt einen jährlichen Zuschuss pro Gruppe. Die Grundschüler können so bis 13.00 Uhr, 14.00 Uhr oder 15.30 in der Schule bleiben und werden betreut, bekommen dort auch ein Mittagessen. Alles in allem gibt die Stadt über eine Million Euro im Jahr für die Kinderbetreuung aus, berichtete Bödeker. Daher könne man mit Fug und Recht sagen: „Traunstein ist familienfreundlich und bei der Kinderbetreuung gut aufgestellt.“
Seit einigen Jahren können Traunsteiner Kinder auch Ganztagsklassen besuchen. Aktuell gebe es in der Franz-von-Kohlbrenner-Hauptschule eine 5. und eine 6. Ganztagsklasse, in der Ludwig-Thoma-Schule eine 1. Klasse. Eltern, Lehrer und Schüler seien sehr zufrieden mit dem Angebot. Die Eltern sagen, dass die Kinder deutlich weniger gestresst nach Hause kommen als früher, so Bödeker. Die Ganztagsschule ist für die Kinder kostenlos, nur das Mittagessen muss bezahlt werden.
Es handle sich bei einer gebundenen Ganztagsschule nicht um Unterricht von acht bis eins mit Nachmittagsbetreuung, sondern um ein ganz neues Konzept, bei dem sich schon am Vormittag Arbeits- und Erholungsphasen abwechseln und auch am Nachmittag Unterricht in Hauptfächern stattfindet. Außerdem wird aber dazu noch Sport, Musik oder Theater angeboten, und es werden die Hausaufgaben schon in der Schule gemacht, mit Betreuung durch die Lehrer. Um 15.30 ist die Schule aus, dann ist Zeit für Musikschule und Sportverein, und der Hausaufgabenstress für Kinder und Eltern entfällt. Freitag Nachmittag ist frei. In der Ganztagsschule bekommt jede Klasse zusätzliche Lehrerstunden, so dass alle Kinder besser gefördert werden können als bisher – ein großer Vorteil, stellte Bödeker heraus.
Der Ortsvorsitzende Christian Kegel ergänzte, dass es auch am Chiemgaugymnasium inzwischen Ganztagsklassen gibt, die gut angenommen werden.
Viel Geld steckt die Stadt Traunstein in ihre Schulen, berichtete 3. Bürgermeisterin Waltraud Wiesholer-Niederlöhner. In Haslach werde das Dach der Turnhalle saniert und eine PV-Anlage installiert sowie ein neuer Container für die Mittagsbetreuung aufgestellt. In der Franz-von-Kohlbrenner-Schule wurde gerade der Altbau saniert als vorläufig letzte Baumaßnahme in einer langen Reihe von Maßnahmen, die zusammen rund zehn Millionen Euro gekostet haben.
In der Diskussion ging es dann um den neuen Mittelschul-Verbund der Franz-von-Kohlbrenner-Schule mit Chieming und Waging. In Traunstein könne man ja schon seit 15 Jahren den Mittleren Bildungsabschluss erwerben, es ändert sich nicht viel für Schüler und Lehrer, hieß es. Die Staatsregierung möchte mit dem Schulverbund kleine Schulen auf dem Lande erhalten. Ob das auf diese Weise gelingt, sei allerdings zweifelhaft, denn wenn zu wenig Schüler da sind, kann auch keine Klasse gebildet werden – oder die Schüler müssen wie bisher mit dem Bus in die Nachbarschule fahren, erläuterte Bödeker.
Über die Verkehrssituation in Haslach berichtete Stadtrat Sepp Hinterschnaiter. Seit der Fertigstellung der Südspange und den neuen Kreisverkehr auf der Axdorfer Straße sei der Ortskern von Haslach vom Durchgangsverkehr entlastet worden, stellte er fest. Er erinnerte an den Antrag der SPD-Fraktion, durch eine Verkehrsuntersuchung zu ermitteln, ob ein weiterer Ast vom Kreisverkehr in Richtung Chiemseestraße zu einer Entlastung der Wegscheid beitragen könne. Zunächst solle jedoch abgewartet werden, wie sich die Verkehrsströme nach der Fertigstellung der Nordumfahrung entwickeln, sagte Hinterschnaiter.
Daraus entwickelte sich eine lebhafte Diskussion. Oskar Mandlmeier beklagte das zu schnelle Fahren vieler Autofahrer vor und nach dem neuen Kreisverkehr an der Axdorfer Straße. Er verspreche sich eine Besserung durch eine Geschwindigkeitsbeschränkung oder durch eine Versetzung des Ortseingangsschilds, ebenso beim Kreisverkehr am Haslacher Feld.
Günter Salzmann beklagte, dass das Wohngebiet Sonntagshorn/Falkensteinstraße jetzt schon so zugeparkt sei, dass oft kein Durchkommen mehr sei. Wenn ein weiterer großer Betrieb dort eröffne, werde es noch schlimmer werden, befürchtet er. Außerdem müsse die Sonntagshornstraße in Richtung Kreisverkehr verlängert werden, um eine ungehinderte Zufahrt in das erweiterte Gebiet zu gewährleisten. Das sei im Stadtrat schon diskutiert worden und werde auch in der SPD-Fraktion so gesehen, meinte Waltraud Wiesholer-Niederlöhner dazu. Sie hoffe deshalb, dass bald Abhilfe geschaffen werden könne.



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